Früher hab ich darüber gelacht. Bis es mich selbst erwischt hat…

Meine Mutter erkrankte letztes Jahr erneut an Krebs. Das brachte auch für mich und meine Familie eine Menge Veränderungen mit sich .

Meine Zeit wurde knapper. Da ich meine Mutter bei sämtlichen Arztbesuchen begleitet habe. Sie oft im Krankenhaus besuchte später in der Reha, Zuhause, auf der Palliativstation und zum Schluss im Pflegeheim. Es war für alle Beteidigten eine sehr kräfteraubende Zeit.

In dieser Zeit schaukelte sich das ganze dann langsam auf.

Ich war oft gereitzt, genervt, schnell verletzt und Kraftlos.

Man funktioniert nur noch und nimmt sich und seine Bedürftnisse kaum bis gar nicht mehr war.

Dann starb meine Mutter , da ich außer meiner Tante (die nicht vor Ort war) die einzigste nahestehende Verwandte war, blieb alles an mir hängen.

Wohnung ausräumen, Beerdigung organisieren, Papierkram, Rechnungen (und keine Kohle), Ämter,…….

das war eine Hausnummer zu hoch und zuviel.

Bis Dato hab ich aber noch prima funktioniert.

Dann ging gar nix mehr: Heulkrämpf, Erschöpfungszustände, Krank, Panikattacken, kein Bock mehr auf nüscht.

Die Ärtzte konnten mir nicht helfen, nur Freunde die das selbe durchgemacht hatten, standen mir bei.

 

Heute kann ich sagen: Ich merke viel schneller wenn das Maß voll ist. Ich selektiere, was mir Energie nimmt und was mir Kraft gibt.

Also lieber Burnout: Danke du hast mich stärker gemacht und mich wieder zu mir selbst gebracht.

Deine Marisa